Synergetische Innenweltreisen zum Thema spiritualle Erfahrungen (2 Sessions)
Reinkarnationserlebnisse
- Marianne
Schrenk-Mannsberger: Der Nabel
Der 45-jährige Klient leidet unter Panik, wenn er sich alleine vorstellt,
wie sein Nabel berührt wird. Schon zu Beginn der Sitzung verspürt
er ein Ziehen im Nabel, welches er als kaum aushaltbar beschreibt.
In der Synergetik Therapie wird häufig mit dem Bild von Türen gearbeitet,
hinter denen sich bestimmte Themenbereiche des Klientin verbergen, und indem
eine der Türen symbolisch geöffnet wird, bekommt das Unterbewußtsein
den Auftrag, den Zugang zu diesem Thema freizugeben. Also macht die Therapeutin
die Vorgabe, der Klient solle sich eine Tür vorstellen mit der Aufschrift
Nabel und diese dann öffnen. Der Raum hinter der Tür erscheint
dem Klienten wie ein großes Nichts mit einer Kulisse. Zugleich stellt
sich sofort das innere Empfinden ein, dass die ganze Welt auf seinem Nabel liegt
und lastet. Durch weiteres Nachforschen tritt der Mustersatz zutage: Ich
bin ein Gott und habe die Welt zu tragen. Nun empfindet der Klient den
Nabel wie einen Tunnel, der in ihn selbst hineinführt. Er stellt sich vor,
wie er diesen Tunnel betritt, nimmt daraufhin sofort den Geruch von Desinfektionsmitteln
wahr und sieht das Bild eines Neugeborenen im Brutkasten. In diesem Brutkasten
liegt ein fremdes Kind, welches dem Klienten als lebensunfähig erscheint.
Er kennt dieses Bild aus seiner realen Erinnerung. Dann sieht der Klient sich
selbst im Arm seiner Mutter und spürt die eigene Lebensunfähigkeit.
Diese Szene scheint aus einem anderen Leben zu stammen, denn es gibt in diesem
Bild noch keine Brutkästen und er geht als dieses Baby schließlich
auch wieder zurück ins Licht. Die tiefe Wahrnehmung dieses Reinkarnationserlebnisses
erweckt im Klienten das Gefühl, dass sein Nabel die Verbindung zu allen
früheren Leben ist und zu all den unerlösten Geistern, wie er es nennt.
Der Klient spürt, dass es da noch viel anzuschauen und aufzuräumen
gibt und trifft eine Vereinbarung für weitere Sitzungen. Am Ende dieser
Sitzung wird er noch einmal in den Eingangsraum geführt, dem Raum mit der
Aufschrift Nabel. Dadurch soll geprüft werden, ob es bereits
zu Veränderungen gekommen ist. Der Klient berichtet erstaunt, dass der
ganze Raum nun sonnendurchflutet ist - ein Raum zum Wohlfühlen. Im Raum
befinden sich auch der Nabeltunnel - als Zugang zu allen früheren Leben,
sowie der Brutkasten, der sich nun aber in eine Art Spielzeug verwandelt hat.
An dieser Stelle ist es wichtig zu bemerken, dass die Synergetik Therapie mit
allen Weltbildern arbeitet, die der Klient mitbringt. Es geht dabei
niemals um die Bewertung oder reale Einsortierung dieses Weltbildes, d.h. um
den Inhalt der Bilder, sondern immer nur um die Struktur der inneren Bilder
und um die energetische Transformation dieser.
- Hilde
Heindl: Sexueller Mißbrauch, Knochenschmerzen, Beziehungsprobleme
Die 42-jährige Klientin leidet unter Beziehungsproblemen und starken Knochenschmerzen.
Das Grundgefühl beschreibt sie mit den Worten, es geht nicht mehr, es geht
mir an die Substanz. In dieser Sitzung steigt sie über sog. Reinkarnationsbilder
ein, welche aber auch in symbolischer Form ihr heutiges Leben sehr deutlich
spiegeln. Die Klientin wurde als Kind mißbraucht und öffnet in dieser
Sitzung als erste Tür einen Vorhang zu einem Bordell in Indien. Sie selbst
sieht sich als junges Mädchen. Ihr Onkel verkauft sie an eine Horde von
Männern, die Klientin muss tun, was er bestimmt, sie hat das Gefühl,
nur benutzt und unterdrückt zu werden und spürt nur einen riesengroßen
Ekel. Dazu kommt ein starker Bauschmerz, ausgelöst durch ein Zuviel an
Alkohol, mit dem sie betäubt wurde, um ruhiggestellt zu werden. Ganz markant
ist auch ihre Unfähigkeit, zu sprechen, sich auszudrücken oder gar
zu wehren, denn der Onkel hatte damit gedroht, ihr in diesem Fall die Zunge
abzuschneiden. In der heutigen Beziehung macht die Klientin all das mit sich
selbst - verkauft sich, läßt sich benutzen, betäubt sich mit
Alkohol und schweigt. Als sie die Zusammenhänge erkennt, beginnt sie sich
in beiden parallel laufenden Geschichten neu zu entscheiden - in der Reinkarnationsgeschichte
als Frau in Indian und in ihrem realen Leben heute. Sie wehrt sich endlich und
bringt sowohl ihren indischen Onkel, als auch ihren heutigen Chef, der diesem
sehr ähnlich sieht um, befreit sich endlich aus ihrer Machtlosigkeit und
Handlungsunfähigkeit. Aber ein Gefühl der Freiheit will sich immer
noch nicht einstellen. In den Bildern aus Indien muss sie sich noch gegen das
unfreiwillige Verheiratet werden auflehnen. Sie verläßt ihren indischen
Ehemann und fährt mit einem Zug in die Freiheit. In den Realbildern bleibt
sie morgens im Bett liegen und ihr Freund muss sich seine Butterbrote alleine
schmieren, Die Klientin beschreibt, dass sie zum ersten Mal ein ganz deutlich
wahrnehmbares Gefühl von ICH hat und genießt diesen neuen
inneren Zustand.
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